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Nur eine Nebensache

Spanischer Beilagensalat

Der kleine Beilagensalat hat’s echt schwer. Schon per Definition steht ihm keine Aufmerksamkeit zu, denn die Hauptrolle spielen schließlich andere. Das Fleisch, der Fisch, sogar die Pizza leistet sich mitunter einen kleinen Beilagensalat, als wär’s ein Statussymbol. Als vollständiges Essen geht nicht durch, was nicht satt macht. Es scheinen auch die vornehmen, schlanken Damen langsam ausgestorben, die immer „nur einen kleinen Salat“ essen wollten. Möglicherweise sind sie verhungert oder leben mittlerweile vegan, wer weiß das schon.

Das ändert nichts daran, dass ich ein echter Fan von kleinen Salaten vor oder neben dem Essen bin. Ich mag knackiges Zeug, sogar, wenn es nur den Anschein von Frische erweckt. Weshalb im Winter auch stets größere Vorräte von sauern Gurke oder eingelegter Rote Bete im Haus sein müssen. Jetzt, im Sommer aber, dürfen es auch gerne wieder knackfrische Blätter sein. Der Eisbergsalat hat nicht den besten Ruf und gilt als ziemlich geschmacksneutral. Doch ich schätze den heimischen Eisbergsalat, der durchaus ein gewisses Aroma mitbringt und im Zusammenspiel mit würzigeren Zutaten einen wohltuenden Kontrast abgibt.

Heute Mittag habe ich mit Heißhunger einen „Spanischen Beilagensalat“ verputzt, den ich so nenne, weil ich ihn in dieser Art schon überall in Spanien serviert bekam. Schmeckt nach Urlaub!

Spanischer Beilagensalat

Eisbergsalat in Stücken

Tomatenspalten

Gurkenscheiben (für mich bitte ohne Schale!)

grüne Oliven

Zwiebelringe

Sherryessig

Olivenöl

Salz

Reibekuchen, Lachs, Dillcreme, Schwarzbrot

Als Hauptgericht folgte ein ewiger Klassiker in meiner Küche. Die besten aller Reibekuchen, mit Lachs, Dillcreme, Schwarzbrot. Die Qualität der Kartoffeln in dieser Saison begeistert mich vollkommen und ich kann mal wieder nicht fassen, wie einfach es ist, sich etwas wirklich Tolles auf den Teller zu bringen.

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