Ich erzähl dir mein Essen…


Aus dem Hut gezaubert

Rücken Sie vor, zum Speckguglhupf! Gehen Sie direkt dort hin, ziehen Sie nicht über Los! Braten Sie keinen Speck an und weichen Sie Rosinen in warmem Wasser ein! – Also alles ganz genauso machen wie beim herzhaften Gugelhupf. Nur die Sache mit dem Speck fällt halt aus und dafür kommen 200 g Sultaninen in den Teig. Und insgesamt 3 EL Zucker. – Schönes Sonntagsfrühstück!

Die Legende sagt, dass der Gugelhupf im Elsass erfunden wurde, und zwar von den Heiligen Drei Königen höchstpersönlich. Sie wollten noch rasch in Betlehem vorbei, um Gold, Weihrauch und Myrrhe abzuliefern. Nicht zuletzt wollten sie auch noch dem Jesuskind huldigen und dann erfuhr wahrscheinlich die Presse davon. Jedenfalls blieb die Geschichte nicht unbekannt und so wurde es für die Herren irgendwie anstrengend.

In dem ganzen Trubel entschieden sie sich für einen spontanen Kurzurlaub. Zum Ausspannen sollte es ins Elsass gehen. Schön bei Gewürztraminer und Foie gras vom Huldigen erholen, das schien eine gute Idee! Man gönnt sich ja sonst nichts. Auch hier muss die Presse wieder sehr gut informiert gewesen sein, denn vor Ort war schon ein Küchen-Event vorbereitet, bei dem Prominente etwas backen sollten. Das Dreikönigsteam trat mit einer eigenen Erfindung an, einem Hefekuchen, der wie ein orientalischer Hut aussehen sollte. Die Elsässer waren sehr beeindruckt von der Kunst der großen Magier. Das Gebäck nannten sie Kougelhopf und bereiteten es fortan bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu. Damit hatte das Elsass eine weitere Spezialität für sich entdeckt.

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