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Brotlose Kunst

Oder fleischlose Kunst?

So ein Quatsch, eigentlich sind Frikadellen doch keine Kunst! – Oder doch? Man kann im Grunde reintun, was man will und wonach einem gerade der Sinn steht. Hackfleisch, Zwiebeln, Brot, Ei und Gewürze sind fast immer im Spiel. Wenn ich meine Metzgerfrikadellen zubereite, dann lasse ich Ei und Brot weg, und nehme stattdessen Paniermehl.

Doch auf die Idee, dass man sogar das Hackfleisch weglassen kann, musste mich natürlich ein Schwabenmädel bringen. In einer Facebookplauderei erwähnte Heike die brot fleischlosen Frikadellen, und schon war ich Feuer und Flamme für diese Idee. Alles so machen, als ob Fleisch drin wäre, meinte sie noch. Und so speicherte ich es in meinem Gedächtnis, fest davon ausgehend, dass ich ja sowieso nie altes Brot im Haus habe, weil bei mir nie welches übrig bleibt.

Die Gelegenheit bot sich schneller als gedacht. Ein Stück vom selbstgebackenen Baguette blieb übrig. Das ließ ich in Scheiben geschnitten trocknen und übergoss es mit heißer Milch. Dazu kamen angeschwitzte Zwiebeln und, nach dem Abkühlen der Masse, ein Ei. Zum Würzen nahm ich Pfeffer Salz, Muskat und reichlich (!) Pink Curry, dessen Farbe ich mit etwas Zitronensaft zu retten versuchte. Leider klappte das zum wiederholten Male nicht. Dafür verhielt sich die Masse auch optisch wie Fleisch. Beim Zusammenrühren war sie noch rötlich und nach dem Braten eher grau, – wie Frikadellen.

Die fleischlosen Frikadellen sind tatsächlich eine tolle Idee, gerade wenn man eine gemischte Runde von Fleischessern und Vegetariern versorgen möchte. Da sich die Rezepte nur durch eine einzige Zutat unterscheiden, lässt sich kinderleicht beides in einem Aufwasch herstellen.

Dazu gab es Spargel mit Hollandaise und Kartoffeln mit Maldon Salzflocken.

TIPP: Zum Braten Metallringe in die Pfanne setzen. Dann läuft der Teig nicht auseinander.

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