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Der leckere Sattmacher vom Nil

Ägyptisches Essen kann man in diesen Tagen kaum unbefangen zeigen. Dieses hier heißt Kuschari und ich sah es vor einiger Zeit mal in einem Reisebericht über das Land am Nil. Damals wusste ich sofort, dass ich die Mischung aus Hülsenfrüchten, Reis und Nudeln sehr mögen würde. Mich beeindruckte ganz besonders, mit welcher Begeisterung die Imbissbuden und Restaurants in Kairo wegen Kuschari aufgesucht werden. Offensichtlich lieben die Ägypter dieses Essen.

Doch zur Zeit ist das wohl alles belanglos. Das Land versinkt in Blut, Chaos und Gewalt. Folkloristische Betrachtungen über beliebte Speisen sind kaum angebracht. Dabei rückt Kuschari ins Blickfeld, was wichtig ist: Essen ist Nahrung, es soll vor allem satt machen. Fett, Eiweiß und Kohlehydrate zum günstigen Preis. Alle Ansprüche, die darüber hinaus gehen, sind Luxus. Es bleibt zu wünschen, dass Ägypten bald wieder zur Ruhe kommt und dass hoffentlich jeder genug zu essen hat.

Für mich ist das der Outtake für Pimpimellas Blog Event, das wie alle erstklassigen Blog Events bei Zorras 1x umrühren bitte aka Kochtopf stattfindet.

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Ich habe Kuschari in einer sehr, sehr einfachen Variante gekocht, die mir wahnsinnig gut geschmeckt hat. Obwohl ich Reis und Linsen schon am Vortag gekocht habe, sah es in meiner Küche hinterher so ähnlich wie bei Robert (das heißt, noch wesentlich schlimmer!) aus. Das ist wohl der Grund, weshalb ich Kuschari jetzt für sehr lange Zeit nicht wieder essen werde.

Very Simple Kuschari 

Zunächst fängt alles mit vier Töpfen an:

Kichererbsen über Nacht quellen lassen, am nächsten Tag in Wasser kochen und dann abschütten.

Linsen in Wasser kochen, danach abschütten

Reis in Salzwasser quellen lassen. Ich habe Basmati genommen, typisch ist aber eher Rundkornreis, denke ich.

Suppennudeln in Salzwasser kochen.

Eine kleine Tomatensauce bereiten:

Knoblauch in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen. Mit Tomatenpüree aufgießen.

Mit Salz, Cayenne, reichlich Kreuzkümmel und etwas Zimt würzen.

Knoblauchessig:

Knoblauchzehe reiben, mit Salz und Weinessig mischen.

Röstzwiebeln:

Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Mit etwas Salz langsam (bei schwacher Hitze) in Olivenöl braten, bis die Zwiebeln knusprig sind.

Das ganze Zeug aus den vier Töpfen kann man mischen und zusammen auf den Teller geben. Darüber kommt die Tomatensauce und zum Schluss wird alles mit den Röstzwiebeln gekrönt. Ein bisschen glatte Petersilie tut dem Ganzen übrigens unwahrscheinlich gut. Den Knoblauchessig über die fertig angerichtete Portion träufeln.

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