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Geistreiche Fragen

Man sollte schon stutzig werden, wenn die Leute einen nach den
Trinkgewohnheiten fragen. Aber mich hat ja keiner gefragt. Deswegen antworte ich ganz unbefangen. – Interessiert das jemanden?

Mehr zu den nachfolgenden Fragen und noch mehr Antworten gibt es bei Paul Huizing.

Was ist dein liebster Drink?

Den Lieblingsdrink habe ich nicht. Aber ich mag trockene
Martinis, klassische Gimlets, nahezu jede Spirituose, die mit Zitronensaft
gemixt wurde, Frozen Margarita (straight, nicht Strawberry), Negroni… Für
Kräuterliköre habe ich eine Schwäche, aber ich trinke sie nur ausnahmsweise gemixt, meist eher pur oder auf Eis. (Bier und Wein lasse ich mal außen vor, das würde den Rahmen sprengen.)

Man könnte vielleicht einfach sagen, ich mag Drinks.

Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?

Das dürfte sehr früh gewesen sein. Meine Eltern ließen mich
immer alles in winzigen Mengen probieren. Die Hausbar war damals gut gefüllt
und mir schmeckte absolut alles. Sogar die Pralinen in der rosa
Glitzerverpackung, die alle anderen Kinder iiiiigitt! fanden, schmeckten mir. Wir besuchten Winzer und verbrachten unsere Urlaube in Frankreich, hauptsächlich mit Essen und Wein trinken. Sowas bleibt irgendwie hängen. –
Allerdings dachte ich nie daran, mehr als das erlaubte Schlückchen zu mir zu
nehmen. Wahrscheinlich, weil meine Eltern und auch meine Großeltern keine große Sache daraus machten. Das Zeug war lecker, aber ich hatte bis zum Beginn meines Studiums keine Vorstellung davon, wie es ist, betrunken zu sein.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Immer den letzten. Ich vertrage nicht viel und ich feiere
gern. Die Sache mit der Dosierung ist also schwierig.

Bar oder Kneipe?

In Kneipen habe ich mehr Zeit verbracht, als mir in diesem Leben zusteht.
Irgendwann in meiner Jugend habe ich mal einen Kerl aus einer Kneipe mitgebracht, mit dem trinke ich heute noch. Aber wir gehen inzwischen beide lieber in Bars.

Champagner oder Schaumwein?

Winzersekt ist toll, Cava macht irre viel Spaß, Cremant
schmeckt nach Luxemburg und nach Elsass… – Manche Cremants schmecken mir sogar besser als Champagner.. Aber das Original aus Frankreich ist halt doch das Original und ein Vollrausch kleiner Schwips mit richtigem Schampus fühlt sich unvergleichlich an.

Mit wem würdest du gerne trinken?

Am liebsten trinke ich mit meinen besten Freunden. So
lange sie noch mit mir trinken, bin ich ein glücklicher Mensch.

Bei wem würdest du
gerne trinken?

Klar das Übliche, berühmte Bars und so. Aber ganz wahnsinnig
würde ich mich freuen, wenn ich noch einmal auf einen Myrtenschnaps zu
Giovanna Voria könnte.

Wie sieht deine Home Bar aus?

Ich hab keine, weil ich selten und wenig zu Hause trinke.
Bei mir stehen ein paar Flaschen in der Vorratskammer. Für das Foto habe ich sie extra hervorgekramt und entstaubt. Ein guter Calvados, den
ich immer mit der ollen K. trinke, wenn sie mal hier vorbeischaut und ein Selbstgebrannter aus dem Hunsrück, in einer alten Becherowkaflasche, sind wahrscheinlich die einzigen Besonderheiten.

Hellen Rum, Schwedischen Wodka, Sherry und guten Wermut brauche ich ebenso in der Küche wie zum Trinken. Kräuterliköre, Tequila und Gin, – eher Grundversorgung als Hausbar.

Beschreib deine Eiswürfel.

Kürzlich habe ich neue Silikonformen für relativ kleine
Eiswürfel gekauft, zirka 2,5 cm x 2,5 cm. Davor habe ich jahrelang diese
Plastikbeutel zum Selberfüllen benutzt, fand die aber nie richtig toll.
Generell mag ich kleine Eiswürfel, weil sie schneller den Alkoholgehalt von
Drinks runtersetzen. Manche sagen auch „verwässern“.

Das mit den Silikonformen ist allerdings recht anstrengend
für die Daumen.

Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?

Bevor das mit dem Gin-Hype losging, vor etwa zehn Jahren, habe
ich mal bei einer Freundin Bombay Sapphire getrunken und fand den seitdem immer
toll. Dann habe ich einige bekannte Ginsorten probiert und fand die auch alle
toll. Doch Bombay Sapphire in der blauen Flasche schmeckte mir immer noch am
besten. Bis heute liebe ich das fein komponierte Aroma, bei dem man nicht nur Wachholder im Mund hat.

Doch beim G&T hat sich neuerdings ein Produkt aus
Köln-Kalk auf meiner persönlichen Hitliste durchgesetzt. Obwohl der Sünner Gin pur recht rustikal rüberkommt,
macht er sich im Longdrink überraschend gut. Derzeit mein absoluter Liebling,
zusammen mit Fevertree Indian Tonic.

Wie bekämpfst du deinen Hangover?

Eier und Speck und Fachinger.
Nichts schlägt Eier und Speck und Fachinger.

Ach so, und bei mir heißt das immer noch Kater. Wer je von einem Kraftpaket wie diesem per Steptanz auf dem Kopfkissen geweckt wurde, der weiß, woher dieser Ausdruck stammt.

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