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Digestives mit Vollmilchschokolade helfen sicher bei irgendwas

Keks-Therapie zum Nachmittagstee

Digestive Biscuits | pastasciutta.de

Heute lüfte ich mal ein spektakuläres Geheimnis. Die werte Leserschaft fragt sich bestimmt schon lange, welche denn wohl meine absoluten Lieblingskekse sind. – Na? Wie heißen die absolut leckersten Plätzchen der Welt? Wie könnte es anders sein, es handelt sich um englische Digestive Biscuits! Oder ganz einfach Digestives.

Herzhaft-nussige Digestives | pastasciutta.de

Erinnerungen an die erste Englandreise

Das Geheimnis ist natürlich gar keins. In Wirklichkeit weiß jeder, der mich schon ein bisschen länger kennt, dass ich verrückt nach diesen Keksen bin. Oder genauer gesagt, ich war mal ziemlich jeck nach dem Gebäck, vor ziemlich langer Zeit. 

Als ich noch ein Kind war und zum ersten Mal alleine nach England fahren durfte, lernte ich bei meiner Gastfamilie in Hastings die Kekse in der blauen und in der roten Packung kennen. Am späten Nachmittag saß die Familie beim Tee in der Küche und die Mutter servierte dazu Süßigkeiten. Digestives gehörten fast immer dazu und ich war von Anfang an ein Riesenfan! Klar, dass ich reichlich davon in meinen Koffer packte, bevor es mit dem Luftkissenboot zurück über den Ärmelkanal ging. Später habe ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit Digestives in England besorgt oder von Bekannten mitbringen lassen.

Kekse, die nach Erinnerungen schmecken: Digestives | pastasciutta.de

Am Anfang war es Therapie

Wie schon der Name vermuten lässt, sollen Digestives die Verdauung anregen. Zumindest war dies die Absicht, als zwei schottische Ärzte das ursprüngliche Rezept im 19. Jahrhundert erfanden. Angesichts des relativ hohen Ballaststoffanteils, der sicherlich schon im Originalrezept enthalten war, ist die Wirkung zumindest denkbar. Sehr bald schon wurden die Kekse industriell hergestellt und damit auch in ganz Großbritannien wahnsinnig populär. Bis heute ist die mit Schokolade beschichtete Variante des Verdauungskekses der absolute Hit im Vereinten Königreich. Medizinische Gründe hat das wohl kaum. Auch wenn wahnsinnig gute Kekse ganz sicher das Wohlbefinden steigern, – wie schließlich jeder weiß!

Neben Digestives mit heller oder dunkler Schokolade gibt es auch die nackigen, die etwas „gesünder“ aussehen. Nachdem ich anfangs eigentlich alle Sorten ziemlich lecker fand, verlor ich im Laufe der Jahre das Interesse daran. Ob es an mir liegt, weil mein Geschmack sich möglicherweise geändert hat oder ob das Rezept verändert wurde, kann ich nicht sagen. Jedenfalls reißen die englischen Supermarktkekse mich nicht mehr vom Hocker.

Zum English Breakfast Tee gehören Digestive Biscuits | pastasciutta.de

Digestive-Kekse, die wie früher schmecken

Zum Glück gibt es aber die fabelhafte Missboulette, meine Wunderöl-Göttin. Die Fachfrau für Koreanische Küche und noch viel mehr teilt meine Leidenschaft für echten Digestivegeschmack, wie er sich in meine Erinnerung gebrannt hat. Herzhaft-nussig muss das Aroma sein, und kernig-krümelig der Biss. Daher hat die Bloggerin sich das Rezept von Gary Rhodes vorgenommen und dieses für ihre Zwecke bearbeitet. Missboulettes Digestives backe ich inzwischen schon eine gute Weile regelmäßig nach. 

Gerade erst habe ich wieder drei Bleche aus dem Ofen gezogen und sie schön mit Vollmilchkuvertüre lackiert. Meine Version unterscheidet sich nicht grundlegend von Missboulettes Vorlage. Wer ein unentspanntes Verhältnis zu bröseligem Teig hat, sollte sich bei ihr durchlesen, wie man Herr darüber wird. In meiner Version wird der Plätzchenteig einfach plattgewalzt und ausgestochen, ohne lange Diskussionen, zackzack. Dafür erspare ich ihm und mir aber auch das Gepiekse am Rand. Meine Digestives werden höchstens in der Mitte ein bisschen angepiekst, weil sie sonst auf dem Weg in den Ofen schon in tausend Stücke brechen würden.

Rezept für Digestive Biscuits


Zutaten:

 

für ca. 3-4 Bleche

200 g feine Haferflocken

200 g Weizenvollkornmehl

100 g Vollrohrzucker

3-6 g Natron

1/2 TL Salz

200 g weiche Butter

4 EL Milch



Um etwa die Hälfte bis ein Drittel der Kekse zu überziehen:

150 g Vollmilchkuvertüre

 

 

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. 

 

Die Hälfte der Haferflocken im Blitzhacker zu Mehl verarbeiten. Mit den restlichen Zutaten in eine Küchenmaschine geben und möglichst kurz zu einem Teig verarbeiten. Falls der Teig zu sehr klebt, ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Mit Hilfe von etwas (sparsam!) Mehl etwa 5-6 mm dick ausrollen. Plätzchen von etwa 7 cm Durchmesser ausstechen. Drei Backbleche mit Backpapier belegen und die Kekse mit etwas Abstand (Teig läuft kaum auseinander) darauf setzen. Jeweils ein Blech etwa 15 Minuten backen. Die anderen Bleche bis zum Backen in den Kühlschrank oder in den Tiefkühler stellen. 

Die Vollmilchkuvertüre über einem heißen Wasserbad schmelzen, auf 26 °C abkühlen lassen und vorsichtig wieder auf 30 °C erhitzen. Die abgekühlten Kekse mit geschmolzener Vollmilchkuvertüre bestreichen. Sobald die Kuvertüre fest geworden ist, die Digestives in luftdichte Behälter packen.

 
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