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Kühlschrankleichen und Killer-Puddings

Zeug, das viel zu lange im Kühlschrank liegt, – kennt Ihr das? Es ist noch nicht abgelaufen, nicht richtig schlecht und daher landet es nicht im Müll. Richtig gut ist es aber auch nicht. Deswegen gammelt es im Kühlschrank vor sich hin und rückt immer weiter nach hinten. So wie eine olle Packung Quark, die mit dem Überschreiten des Mhd irgendwie an Attraktivität verliert, auch wenn sie ganz tadellos und bekömmlich ist. Oder die Bananen, die auf dem Küchentisch liegen, bis sie braune Flecken kriegen. Auch wenn sie noch so prima schmecken, so richtig verlockend sehen sie nicht mehr aus.

Stufe 1 der Peinlichkeit ist ja, wenn man die Vorräte einer Inventur unterzieht und dann vor sich selber zugeben muss, dass man die süße Vanillesahne nie hätte aufheben sollen. Oder den winzigen Rest Pesto. Oder die Sauce, die man mühsam aus dem Topf gekratzt hat und die nun in einem Schälchen mit Frischhaltefolie nichts als Platz weg nimmt.

Tja, und dann gibt es auch noch Stufe 2 der Peinlichkeit, die erreicht ist, wenn Besuch in den Kühlschrank schaut. Man kann dann noch versuchen, mit Pöbeleien vom Thema abzulenken oder schlimme Drohungen auszustoßen. Aber die wenigsten Gäste glauben mir tatsächlich, dass ich schon Leute ermordet habe, beim Versuch, meinen Kühlschrank zu öffnen. Obwohl ich mir inzwischen eine Menge auf meine Schauspielkünste einbilde, bringe ich die fiese Killerin wohl noch immer nicht so überzeugend rüber. Wer weiß, vielleicht profitiere ich ja irgendwann mal davon.

Ziemlich überzeugend fand ich aber meine praktische Anwendung einiger Kühlschrankleichen, heute Mittag. Aus ’ner ollen Packung Quark, zwei braunen Bananen und einem mickrigen Rest Schlagsahne wurde ein herrliches Dessert, das ich sogar backen würde, um neugierige Gäste von meinem gerümpeligen Kühlschrank fernzuhalten. – Kann ich nur empfehlen!

4 kleine Killer-Bananenpuddings

2 sehr reife Bananen

EDIT: + ein paar Spritzer Zitronensaft

250 g Sahnequark

3 Eier

125 g Zucker

Vanilleextrakt

2 geh. EL Mehl

Butter für die Förmchen

Für die Sauce: Schlagsahne mit Zucker und Vanilleextrakt

Den Backofen auf 180° C vorheizen. 4 ofenfeste Förmchen mit Butter ausfetten.

Die Bananen mit EDIT: etwas Zitronensaft beträufeln und mit einer Gabel fein zerdrücken. Mit Quark, Eiern, Zucker, Vanilleextrakt und Mehl zu einem glatten Teig verquirlen. Den teig in die Förmchen füllen und eine Stunde im vorgeheizten Backofen backen.

Für die Sauce die Sahne in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze kochen, bis sie dickflüssig ist.

Die Puddings noch heiß aus den Förmchen stürzen und mit der Sauce servieren.

Noch mehr überreife Bananen? – Mel weiß, was damit zu tun ist: Chunky Monkey Brownies ZweiPunktNull

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