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Neujahrs-Pastetchen – Hier und Jetzt

Hätte ich einen Rückblick auf das vergangene Jahr schreiben sollen? Ich gebe zu, die Fragebögen, die zum Jahreswechsel wieder in allen Blogs auftauchen, reizen mich. Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? – Dazu hätte ich wirklich eine Menge zu sagen, denn 2014 war ein aufregendes Jahr für mich. Aber sind wir mal ehrlich, das geht Euch alles nix an. Das ist schließlich nur ein Foodblog!

Deshalb fasse ich mal kurz das Wichtigste zusammen, was nichts mit Essen zu tun hat: Verdammtes Glück gehabt, die besten Freunde aller Zeiten, ein gutes Jahr. Mehr muss man nicht wissen. Das neue Jahr hat bereits begonnen und meine Pläne für die Zukunft sind hier und jetzt wichtiger als ein Blick in den Rückspiegel. Aber am allerwichtigsten ist meiner Ansicht nach immer das Mittagessen:

Thunfisch-Pastetchen mit Erbsen

Es sieht ganz danach aus, als wäre es üblich, Blätterteigpastetchen zu Neujahr zu essen. In den Bäckereien der Region stehen sie kurz vor dem Jahreswechsel immer auf der Theke und danach gibt es sie nicht mehr. Ich habe sowieso den Eindruck, sie sind ein bisschen aus der Mode gekommen. Früher bekam man in jedem Café, das Kaffee und Kuchen servierte, auch Königin Pastetchen. Wenn ich als Kind schon gewusst hätte, dass sie irgendwann mal so gut wie ausgestorben sind, dann hätte ich sicherlich eins probiert. Aber so sind sie mir irgendwie durchgegangen, auch in Belgien. Dort habe ich als Kind mit meinen Eltern viel Zeit verbracht, und dort wurden die Bouchées à la reine wahlweise mit Kalbsragout oder mit Nordseekrabben und Fisch serviert, stets begleitet von einer großen Portion Fritten.

Blätterteig in Ringen auf einen Boden türmen

Zu Hause gab es manchmal Pastetchen mit Thunfisch und ich mochte das sehr gerne. Meine Mutter hatte das Rezept aus der Sammlung Menü und es war so ziemlich das erste Rezept, das ich schon als Kind nachgekocht habe. Angesichts der angespannten Vorratslage nach dem Feiermarathon, ein praktisches Essen zu Neujahr.

Pastetchen, frisch aus dem Ofen

Die Pastetchen habe ich aus ganz hervorragendem Butterblätterteig gebastelt. Dabei handelt es sich um ein Fertigprodukt, das nichts außer Mehl, Butter, Wasser und Salz enthält, und auch entsprechend gut schmeckt.

Für das Ragout brate ich Zwiebeln ganz langsam in Olivenöl mit etwas Butter und Salz an. Dazu kommt etwas Porree und Knoblauch. Wen alles weich ist, kommt der abgetropfte Dosenthunfisch und ein paar Kapern hinein. Sahne aufgießen, mit ganz, ganz wenig Curry (nur als Geschmacksverstärker) und viel schwarzem Pfeffer abschmecken und kurz aufkochen. TK-Erbsen in die heiße Sauce geben und darin nur erwärmen, nicht mehr mitkochen lassen. – Fertig!

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und gesegnetes Jahr 2015! 

Neujahrspastetchen mit Thunfisch und Erbsen
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