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Neun Jahre, und sie rührt noch immer!

Seit neun Jahren heißt es in Zorras Kochtopf „bitte umrühren!“ Wie oft die Exilschweizerin in dieser Zeit tatsächlich im Kochtopf gerührt hat, weiß ich nicht. Vermutlich ließe sich das aber ganz einfach nachvollziehen, denn das Ergebnis sehen wir beinahe täglich in ihrem Blog. Auch wenn da nicht immer nur gerührt wird. Ziemlich oft wird ja auch grilliert, und sehr oft ist ein Poulet davon betroffen. Als Eidgenossen würden Zorra und der geheimnisvolle „Y“ wohl die Schweizer Familien Feuerstelle vermissen, wenn sie nicht einen eigenen Grillplatz unter andalusischer Sonne eingerichtet hätten. Mindestens ebenso oft lässt Zorra auch in der Küchenmaschine etwas kneten, und zwar eine Vielzahl an herrlichen Broten, die sich fast alle auf die selbe großartige Universalanleitung zurückführen lassen. Und am Ende wird Zorra dann doch wieder ganz rührend, wenn sie ihr Gelateria Labor öffnet, in dem ihre Eiskreationen entstehen.

Aber nicht nur aus diesen Gründen können wir alle froh sein, dass Zorra damals, als eine der ersten überhaupt, auf die Idee gekommen ist, mit ihren täglichen Mahlzeiten ins deutschsprachige Netz zu gehen. Die Bloggerin der ersten Stunde hat mittlerweile auch unter den Hobbyköchen, Foodenthusiasten und Netzbewohnern eine Menge angerührt und angerichtet.

Mir kommt es immer so vor, als wäre Zorra die Mutter, die den ganzen Laden irgendwie zusammenhält. Obwohl sich kaum jemand so bescheiden im Hintergrund hält wie die Schweizerin, von der viele nicht einmal den richtigen Namen wissen, ist sie doch überall präsent. Ich bin froh, dass wir uns persönlich kennen und dass ích Zorra zu meinen Freunden zählen darf. Daher gratuliere ich von ganzem Herzen zum Bloggeburtstag und ich freue mich auf die nächsten neun Jahre. Wer weiß schon, wie unsere Bloggerwelt dann aussehen wird?

Zum Geburtstagstee bringe ich für Zorra ein paar kleine Chüechli mit, die einen leichten Bündner Zungenschlag haben. Ihr Aroma erhalten die kleinen Küchlein nämlich durch den Churer Röteli, einen ziemlich süßen Kirschlikör, den man im Bündnerland sehr gerne an kalten Winterabenden in unwissende deutsche Touristen füllt. Also, das habe ich mal so gehört, *räusper*.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Zorra!



Röteli-Chüechli

für 12 Stück

125 g weiche Butter

125 g brauner Zucker (Vollrohrzucker)

1 Prise Salz

1 Prise Nelkenpulver

1 Prise Zimtpulver

3 Eier

200 g Mehl

1 geh. TL Backpulver

1 Glas abgetropfte Schattenmorellen, Abtropfgewicht 175 g

3 EL Saft von den Kirschen

2-3 EL Bündner Röteli (Kirschlikör)

Puderzucker zum Anrühren des Zuckerguss

Den Backofen auf 180° C vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden.

Butter mit Zucker schaumig schlagen, Salz und Gewürze hinzufügen.

Nach und nach die Eier in den Teig quirlen.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und in den Teig rühren.

Etwa 3 Esslöffel Saft von den Kirschen in den Teig rühren.

Den Teig gleichmäßig auf 12 Muffinförmchen aufteilen.

Auf jede Portion 4 bis 5 Kirschen geben und in den Teig drücken.

Das  gefüllte Muffinblech in den Ofen schieben. und etwa 30 bis 35 Minuten backen.

Die Chüechli zunächst in der Form leicht abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter heben.

Einen Zuckerguss aus Röteli und Puderzucker anrühren. Den Zuckerguss auf die abgekühlten Kuchen streichen.

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