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Aufgewärmt

Manchmal bleibt einem sowieso nichts anderes übrig. In kleinen Haushalten (oder vielleicht sogar in allen Haushalten?) kommt es immer wieder zu Resten von Nahrungsmitteln. Zum Wegwerfen zu schade und zum Aufessen zu viel, – Folie drum, Deckel drauf und ab in den Kühlschrank. Eigentlich sieht so der ganz normale Küchenalltag aus, oder nicht?

Manchmal verschwinden Reste über Nacht aus dem Kühlschrank. Waren da nicht noch Frikadellen von gestern? Seltsam… Andere Speisen gehen gleich ohne Umweg in die zweite Runde. Kartoffelsalat schmeckt auch am nächsten Tag noch gut, dazu muss man niemanden überreden.

Doch richtig interessant wird es erst, wenn aus Resten etwas Neues entsteht, vielleicht sogar etwas viel Besseres. Kartoffelpüree produziere ich grundsätzlich in größeren Mengen, damit ganz sicher etwas übrig bleibt. Am nächsten Tag habe ich dann die Wahl zwischen Gratin, Kartoffelplätzchen oder Gnocchi I und Gnocchi II.

Weil das alles so alltäglich ist, lebt auch dieses Blog immer wieder von Resten. – Was soll ich also bitteschön für Sabine wieder aufwärmen? Bei Hamburg kocht! bittet sie derzeit Gebt mir den Rest!

Ganz klar, da werde ich einfach abwarten, bis wieder irgendwas übrigbleibt und dann wahllos bloggen. Wir sehen also das Mittagessen von Samstag: Schweinekotelette und Risotto mit schwarzen Bohnen.

Vom Risotto blieb sogar ziemlich viel übrig. Es enthält neben Reis und schwarzen Bohnen auch Weißwein, Brühe, Butter, Olivenöl und Zwiebeln. Am nächsten Tag ist es abgekühlt und sehr schön pappig. Der Reis bindet sogar so gut, dass sich selbst mit einer größeren Menge geriebenen Parmesans noch schöne Kroketten daraus formen lassen. Zusätzliches Ei ist nicht notwendig.

Die Kroketten eher etwas kleiner als zu groß formen und sie danach durch Mehl rollen, durch verschlagenes Ei ziehen und schließlich mit Paniermehl umhüllen. Erdnussöl erhitzen, die Kroketten hineingeben und gleich von Anfang an ewas hin- und herrollen, damit die Panade auf allen Seiten gleichmäßig fest wird. Wenn die Kroketten zu lange auf einer Seite schwimmen, platzen sie leicht auf. Sie sind gar, wenn sie eine schöne Farbe angenommen haben. Der Käse sollte dann im Inneren geschmolzen sein und schöne Fäden ziehen.

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