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Folienspargel bei der letzten Ungläubigen angekommen

…und mit viel Jeföhl verworfen

Schon mal überlegt, warum Johann Lafer so komisch redet? Ich muss etwas gestehen. Es könnte meine Schuld sein. Ja, tatsächlich wahr! Seit ungefähr zehn oder 15 Jahren redet sich das Küchengenie den Mund fusselig, um seine Folienmethode für Spargel an die kochende Nation zu bringen. Niemand hat auf breiter Front so sehr dafür gekämpft, dass der Spargel nicht mehr zum Schwimmen geschickt wird, wie Johann Lafer. Ich glaube spätestens seit 2004 oder 2005 hatte bereits jeder, der ohne Aufsicht einen Backofen bedienen durfte, den Spargel im Folienpäckchen gegart. – Bis auf meine Wenigkeit. 

Mit dem profanen Kochen in Wasser hatte ich nämlich nie so richtig angefangen. Meine allerliebste Lieblingsmethode zum Garen von Spargel bestand schon immer darin, die Stangen einfach mit viel Knoblauch in Olivenöl zu braten. Klar, zwischendurch gab es auch mal den Gekochten, denn daran waren wir alle seit der Kindheit gewöhnt. Nur die Sache mit der Folie reizte mich einfach nicht.

In jeder Spargelsaison esse ich so viel wie ich kann, von meiner allerliebsten Spargelpasta, die ich schon öfter im Blog erwähnt habe. Weil diese Woche jemand nach dem Rezept fragte, habe ich es mal aufgeschrieben. Doch letztlich kommt es nicht so genau darauf an. So lange ich gebratenen (meinetwegen auch gekochten) Spargel mit viel Knoblauch und Parmesan essen kann, bin ich sehr glücklich!

Spargel-Pasta mit Knoblauch, Sahne und Parmesan

Tortiglioni mit Spargel, Knoblauch und Parmesan

1-2 Portionen

1-2 Portionen Tortiglioni kochen.

In der Zwischenzeit 500 g Spargel schälen und auf die Länge der Tortiglioni zuschneiden.

Den Spargel mit etwas Salz in Olivenöl braten.

4 Knoblauchzehen schälen und hacken. 1 Tomate in kleine Stücke schneiden.

Sobald der Spargel leicht gebräunt ist, den Knoblauch hinzufügen und einige Sekunden mit braten. ca. 50 ml Nudelwasser und 50 ml Sahne angießen. Die Tomatenstückchen darunter mischen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Die Pfanne vom Herd ziehen. Die Pasta unter das Gemüse mischen. Wenn alles nicht mehr dampfend heiß ist, mit frisch geriebenem Parmesan vermischen und servieren.

Und dann kam der Freitag. Wie so oft konnte ich mich dem holländischen Fischdealer auf dem Wochenmarkt nicht entziehen und so kam es zu diesem Bild:

Lachsfilet mit gebratenem Spargel und Kartoffeln
Mayo von tagesfrischen Eiern, mit Joghurt cremig gerührt

Und was ist jetzt mit dem Herrn Lafer? – Meinetwegen kann er aufhören so komisch zu sich den Mund fusselig zu reden. Vermutlich als weltweit letzte Person habe ich eine Portion Spargel in Alufolie eingepackt und in den Ofen geschoben. Ist lecker, keine Frage. Man kriegt ihn auch so schön knackig hin, wie ich ihn gerne mag. Doch mich stört dieser riesige Fetzen nasser Folie, in dem der ganze Sud drin hängt. Falls ich einmal größere Mengen zubereite, werde ich auf diese Methode zurück kommen. Ansonsten bleibt Lieblingsspargel einfach Lieblingsspargel. – Ist halt eine Frage von dem Jeföhl.

Gebratener Lachs mit Kartoffelspalten aus dem Ofen und cremig gerührter Joghurtmayo, gewürzt mit Fleur de Sel und Gochugaru, dazu gebratenen Spargel mit Knoblauch. So simpel das alles sein mag, so glücklich macht es mich. Der Fisch ist phantastisch und superfrisch, die Kartoffeln wachsen in Rufweite und der Spargel quasi um die Ecke. So viel Frische und Geschmack macht einen ganz gewöhnlichen Tag zu einem Fest.

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