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Rezept für Johannisbeertorte

Wie man es auch nennen mag

 
Johannisbeertorte ist besonders von innen sehr schön | pastasciutta.de
 
 
 
[Werbung ohne Auftrag] Achtung, hier kommt ein Lieblingskuchen! Mandel-Baiser mit Johannisbeeren auf Mürbeteigboden ist schon ziemlich genial lecker. Bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Oder sagen wir mal, eher auf den zweiten.
Denn man muss das Tortenschätzchen schon anschneiden, um zu sehen, was sich
hinter dem unscheinbaren Äußeren in Rentnerbeige verbirgt. Himmlisches, schreiendes
Pink! – Wer würde sich da nicht verlieben?
 

 

Stückchen Kuchen? | pastasciutta.de
 
 
 
Bisschen schwierig ist nur der Name, denn leider wurde die Johannisbeertorte irgendwo in Süddeutschland erfunden. Und zwar in einer Gegend, in der Johannisbeeren als „Träuble“ bezeichnet werden. Mit etwas Butter, Zucker, Eiern und Mandeln wird daraus die Träublestorte.

 

Wie man von den knallroten Früchten auf Träuble kommt, kann ich sehr wohl nachvollziehen, möchte es aber ungern aussprechen. Träuble ist eine Verniedlichung von Trauben. Dazu würde ich eher Träubchen sagen. Aber es geht immer noch um Johannisbeeren. Und Süddeutsches geht mir halt nur in einer Richtung über die Zunge. Deshalb stellen wir uns einfach vor, die Kölner wären ausnahmsweise etwas schneller gewesen und hätten diese sagenhafte Torte zuerst erfunden. Dann ginge das Prunkgebäck hier als Wiemeleskooche durch. – Dass Wiemele Johannisbeeren sind, kann schließlich jeder verstehen.

 
 
Überraschung! Mit Sahne schmeckt der Kuchen noch besser! | pastasciutta.de
 
 
 
Die Vorlage für mein Rezept kommt vom Doktor aus Bielefeld. Ich habe alles für meine Zwecke umgeschrieben und auf eine 22-cm-Springform umgerechnet.
 

Rezept: Johannisbeertorte/ Wiemeleskooche

Zutaten

für eine 22 cm Springform:

 

Mürbeteig:

165 g Mehl

40 g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Prise Salz

1 Eidotter

85 g Butter

 

Füllung:

330 g Johannisbeeren

3 Eiweiß

115 g Zucker

66 g gemahlene Mandeln

39 g Speisestärke

 

Außerdem:

Mehl zum Ausrollen

Teigrolle

 

Der Teig kann gut einen Tag im Voraus zubereitet und in
Folie eingewickelt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Falls der Teig am Backtag
zubereitet wird, sollte er für mindestens 30 Minuten gekühlt werden, wenn er eher
weich und klebrig ausfällt (zum Beispiel bei warmer Witterung, wie in der Johannisbeersaison). In jedem
anderen Fall kann der Teig auch sofort weiter verwendet werden.

 

Für den Teig alle Zutaten rasch zusammen kneten und zu einer
Kugel formen. Teig in Folie wickeln und für 30 Minuten kühlen.

Die Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen und verlesen.

Den Backofen auf 200° C vorheizen. Das Gitter auf der unteren
Schiene einschieben.

Den Teig ausrollen und mit etwa 4 cm Rand in die Form legen.
Den Teigboden ein paarmal mit einer Gabel einstechen.

Im vorgeheizten Ofen etwa 12 Minuten backen.

Für die Füllung das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Den
Zucker nach und nach einrieseln lassen. Die gemahlenen Mandeln mit der
Speisestärke mischen und kurz unter den Eischnee heben. Die Johannisbeeren
hineinrühren.

Den Tortenboden aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf
180°C runter drehen.

Die Füllung auf den noch heißen Tortenboden geben und kuppelartig
auftürmen. 

Im vorgeheizten Ofen 60 Minuten auf der unteren Schiene backen.

Mindestens 1 Stunde in der Form auf einem Gitter abkühlen
lassen und dann vorsichtig aus der Form lösen.

 

 

Mjamm, ... Johannisbeertorte! | pastasciutta.de
 

 

 
Johannisbeertorte heißt hier Wiemeleskooche | pastasciutta.de
 
 
 
 
 
 
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